Dreadlock-Holiday?

Die Satiresendung extra 3 berichtet vom ganz normalen Bürokratie-Alltag: Der Friseurinnung ist quasi eine Laus über die Haare gelaufen - da wird doch zukünftigen Rastafari in der Dreadfactory angeboten, die Haare aufzurauhen, zu verfilzen und zu schönen Dreadlocks zu drehen. Und das alles ohne Meister und Kammerzugehörigkeit! Das geht nun wirklich nicht. Oder vielleicht doch? Spannende Frage, jedenfalls. Denn das Friseurhandwerk ist tatsächlich eines, das in der Anlage A zur Handwerksordnung genannt ist (ziemlich am Ende, an 38. Stelle) und das daher zulassungspflichtig ist. Naja, so ganz stimmt das nicht, denn § 1 Absatz 2 der Handwerksordnung bestimmt:
"Ein Gewerbebetrieb ist ein Betrieb eines zulassungspflichtigen Handwerks, wenn er handwerksmäßig betrieben wird und ein Gewerbe vollständig umfasst, das in der Anlage A aufgeführt ist, oder Tätigkeiten ausgeübt werden, die für dieses Gewerbe wesentlich sind (wesentliche Tätigkeiten). Keine wesentlichen Tätigkeiten sind insbesondere solche, die in einem Zeitraum von bis zu drei Monaten erlernt werden können, zwar eine längere Anlernzeit verlangen, aber für das Gesamtbild des betreffenden zulassungspflichtigen Handwerks nebensächlich sind und deswegen nicht die Fertigkeiten und Kenntnisse erfordern, auf die die Ausbildung in diesem Handwerk hauptsächlich ausgerichtet ist, oder nicht aus einem zulassungspflichtigen Handwerk entstanden sind ...
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