Verdacht auf Unfallmanipulation – Beweisanforderungen

Das Oberlandesgericht Saarbrücken hat entschieden, dass der dem geschädigten Anspruchssteller obliegende Beweis für das Unfallgeschehen nicht erbracht ist, soweit bei einem Fehlen von objektiven Beweisanzeichen für das Unfallereignis erhebliche Bedenken gegen die Glaubhaftigkeit der Unfallschilderung durch die Unfallbeteiligten bestehen und weitere Indizien nach anerkannter Kasuistik für ein manipuliertes Unfallgeschehen streiten (Urteil vom 30.10.2012, Az.: 4 U 259/11). Der Kläger begehrte Schadensersatz für seinen BMW 525 tds touring, Baujahr 1998, der angeblich auf einer Landstraße mit einem Fiat Cinquecento zusammengestoßen sei. Der Fahrer des Fiat sei über die Mittellinie hinaus geraten, weshalb der Kläger eine Lenkbewegung nach rechts vollzogen habe, um einen schweren Aufprall zu verhindern. Am linken Kotflügel des Fahrzeugs des Klägers sei es zu einer streifenden Berührung mit dem Fiat gekommen und danach noch zu einer Kollision mit der Leitplanke ...

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