Rezension Zivilrecht: Recht der Kreditsicherheiten

Bülow, Recht der Kreditsicherheiten, 8. Auflage, C.F. Müller 2012 Von RAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl Die Lektüre eines Klassikers, viele Jahre nachdem man sich im Studium erstmals damit befasst hat, hat etwas Melancholisches, aber auch etwas Amüsantes an sich: Melancholisch deshalb, weil man erstaunt feststellt, dass man mittels dieses hervorragenden Lehrbuchs komplizierte Probleme zum Wettlauf der Sicherheiten lösen konnte, ohne irgendeine Ahnung von der Praxis zu haben, amüsant, weil man wie bei vielen Werken nun erst in der Praxis merkt, wie gut das Buch wirklich ist. Auf gerade einmal knapp 700 Seiten fasst Bülow die Materie zusammen und (ent-)führt den Leser in das Recht der Kreditsicherheiten. Die Gestaltung des Werks ist textlastig und auf eine angenehme Art unmodern: es passt einfach nicht zu bestimmten Werken, wenn sie neue Gestaltungsmittel wie Schaubilder, Schemata, Hinweise und anderes in graphisch hervorgehobener Weise integrieren, nein: hier genügen wie ehedem ein sinnvoll gegliederter und mit Markierungen versehener Fließtext, ein umfassendes Nachweisregime und diverse Fälle mit in den Text integrierten Lösungen zur Rezeption der Materie. Die Neuauflage musste einige wenige Neuregelungen, etwa zu § 1192a BGB verarbeiten, dazu leichte Gewichtsverschiebungen, etwa vom materiellen Recht in das Insolvenzrecht aufgrund der GmbH-Reform in Gestalt des MoMiG vornehmen. Ebenfalls aufgegriffen wurde die variantenreich ergangene Rechtsprechung. Nach einer angenehm kompakten Einführung zu Begriffen, Beteiligten und Rechtsgeschäften rund um eine Kreditsicherheit werden im ersten Kapitel die gesetzlichen Kreditsicherungstypen vorgestellt. Dies beinhaltet Pfandrechte inklusive der Grundpfandrechte, den einfachen Eigentumsvorbehalt und Personalsicherheiten wie die Bürgschaft ...Zum vollständigen Artikel

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