Eine gewisse Vorstellung von der Zukunft…

…ist durchaus hilfreich, wenn es in der Mediation darum geht, die Interessen der Medianden in der Phase der Konflikterhellung herauszufinden. Es ist immer wieder für mich als Mediator erstaunlich, dass die Beteiligten genau wissen, was sie nicht (mehr) wollen. In aller Regel haben sie aber keine Vorstellung davon, was sie wollen und wie ihre Zukunft aussehen soll.

Allein schon die Bitte, einen “Nicht-mehr-wollen-Wunsch” umzuformulieren in einen positiv ausgedrückten Wunsch, ist für viele Medianden kaum zu erfüllen. Im Laufe des Streites hat sich schon so sehr festgesetzt, was man vom Streitpartner nicht will, dass es kaum möglich ist, einen Gedanken daran zu verschwenden, was man den stattdessen eigentlich will.

Dies ist nicht nur eine schlichte Formulierungsfrage. Dies ändert auch die Blickrichtung. Bei dem negativ formulierten Wunsch bleibt der Blick rückwärts gerichtet und er bleibt in dem Streitproblem hängen. Formuliert man den Wunsch positiv um, so hat mein einen Schritt in Richtung Zukunft und auch einen Schritt in Richtung Lösung getan. Es ist wie mit dem Nichtrauchen. Solange man dabei bleibt, nicht mehr rauchen zu wollen, kommt man nicht recht weiter ...

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