Rudolstadt: Entlassene Frau wehrt sich gegen Hartz-IV-Kürzung - Sozialrechtsexperte sagt- Ohne Abmahnung keine Sanktion

Gerichtsbericht: Eine Ex-Mitarbeiterin einer Seniorenresidenz bei Rudolstadt will die Kündigung in der Probezeit prüfen lassen. Meiningen/Rudolstadt. Wer im Berufsleben steht, kennt vielleicht dieses Gefühl: Wenn der Vorgesetzte ungerecht ist und seine Stellung ausnutzt. Am Sozialgericht Meiningen könnte jetzt so eine Geschichte zum Vorschein gekommen sein - über die Klage einer entlassenen Mitarbeiterin einer Seniorenresidenz im Raum Rudolstadt. Die 48-jährige Frau wehrt sich gegen die Kürzung der Hartz-IV-Bezüge für drei Monate. Hintergrund: Die Frau war in der Probezeit fristlos entlassen worden. Die Behörde rechtfertigte die Kürzung und unterstellte der Frau, sie habe "grob fahrlässig" zu ihrer Kündigung beigetragen. Das war für die Frau kein leichtes Brot. Von 359 Euro Hartz IV drei Monate lang auf 107 Euro zu verzichten, war schwer. Sie hat sich deshalb an das Sozialgericht gewandt, um ihren Fall prüfen zu lassen. Aussage der Klägerin steht gegen Aussage der Zeugin Der Richter wollte wissen, ob es Abmahnungen gab, weil sie im Heim rauchte. "Keine schriftlichen, nur mündliche", so die Zeugin. Und der Richter bohrte weiter. Ob sie mit der Frau wenigstens mal wegen des Besteck-Wurfes gesprochen habe? Da stellte sich heraus, dass die Heimleiterin von diesem Wurf "nur vom Erzählen weiß" ...Zum vollständigen Artikel

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