Die rechtzeitige Weiterleitung eines Kostenübernahmeantrages

Wird ein Kostenantrag eines behinderten Menschen nicht innerhalb von zwei Wochen vom Rehabilitationsträger bezüglich seiner Zuständigkeit geprüft, muss er auch dann leisten, wenn er sich für unzuständig hält und den Antrag nicht rechtzeitig an die zuständige Stelle weiterleitet.

So das Hessische Landessozialgericht in dem hier vorliegenden Fall einer schwerhörigen Frau, die bei der nicht zuständigen Bundesagentur für Arbeit einen Antrag auf Kostenübernahme für ein Hörgerät gestellt hat. Die Frau aus Nordhessen benötigte das Hörgerät zur Berufsausübung. Nachdem sie bei der Bundesagentur für Arbeit die Kostenübernahme für ein Hörgerät beantragt hatte, teilte diese ihr zwei Monate später mit, dass die Krankenversicherung zuständig sei, da es sich nicht um eine berufliche, sondern um eine medizinische Rehabilitation handele ...

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