Tatbeteiligung beim schweren Raub

Die strafrechtliche Tatbeteiligung innerhalb einer Bande ohne Anwesenheit am Tatort.

Die Angeklagten wurden vom Landgericht Koblenz wegen schweren Raubes verurteilt. Nach Feststellung des Landgerichts schlossen sich die Angeklagten mit mehreren anderen zu einer Bande im Sinne des Strafrechts zusammen, um Geldtauschgeschäfte durchzuführen. Dazu suchten sie in Zeitungsinserate Personen, die hochwertige Immobilien oder Kraftfahrzeuge verkaufen wollten. Den Verkäufern boten sie dann einen Geldtausch an, da sie angeblich Schwarzgeld investieren müssten und frisches Bargeld benötigten. Sie versprachen eine Provision von bis zu 30% Prozent. Vor Ort gaben sie den Verkäufern dann Falschgeld, wenn diese dann jedoch ihr mitgebrachtes Bargeld nicht aushändigen wollten, brachten die Täter das Geld mittels Gewalt an sich.

Im Verfahren ging es konkret um einen Vorfall aus dem Dezember 2008. Hier sollte vor einem Kraftfahrzeugverkauf ein Geldtauschgeschäft über rund 70.000 Euro mit dem Verkäufer stattfinden. Bei dem Tausch nahmen die Täter das Geld gewaltsam an sich. Das Landgericht erkannte eine Tatbeteiligung der Angeklagten aufgrund unterschiedlicher Indizien. Die Angeklagten seien im Führungskreis der Tätergruppe gewesen und wurden bereits zuvor wegen vergleichbaren Taten verurteilt. Ein gesondert verfolgter Tatbeteiligter sagte bei seiner ersten Vernehmung aus, dass die beiden Angeklagten nicht an der Tat beteiligt gewesen seien ...

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