Was ist eine Privatinsolvenz?

Die Privatinsolvenz ist DIE durch den Staat vorgesehene Möglichkeit, auch gegen den Willen der Gläubiger durch eine Restschuldbefreiung die Befreiung von den Schulden zu erlangen.

In vielen Fällen kann der Schuldner nicht durch Gläubigervergleiche oder durch Ratenzahlung seine Schulden loswerden, weil einfach das Einkommen des Schuldners nicht ausreicht und auch durch Verwandte oder Bekannte keine sogenannten Drittmittel zur Verfügung gestellt werden können. Oft zahlen die Schuldner durch ihre monatlichen Raten gerade einmal auf die Zinsen, so dass sich die Schuld überhaupt nicht vermindert.

Während den Schuldnern in vergangenen Tagen drohte, in die Leibeigenschaft verkauft oder in den Schuldturm gesperrt zu werden, steht Schuldner nunmehr durch das Verbraucherinsolvenzverfahren eine legale Möglichkeit zur Verfügung, einen Erlass der Schulden zu erhalten. Restschuldbefreiung gegen den Willen der Gläubiger und Schutz vor Vollstreckung

Grundsätzlich können die Gläubiger die Erteilung der Restschuldbefreiung durch das Insolvenzgericht nicht verhindern. Ausnahmen sind dann gegeben, wenn der Schuldner seine Verpflichtungen (Obliegenheiten) im Insolvenzverfahren verletzt. Dann können die Gläubiger einen Versagungsgsantrag stellen, der durch das Insolvenzgericht geprüft wird. Häufigste Grund für einen Versagungsantrag ist, dass der Schuldner nicht auf Anfragen des Gerichts oder des Treuhänders reagiert hat oder einen Wechsel seines Arbeitsplatzes nicht ungefragt mitgeteilt hat.

Während des gesamten Verfahrens ist der Schuldner vor der Vollstreckung durch die Gläubiger geschützt.

Ablauf der Privatinsolvenz

Die Privatinsolvenz besteht, zumindest bei Verbrauchern, aus einem außergerichtlichen Teil und dem gerichtlichen Insolvenzverfahren ...

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