Acht sind nicht mehr genug – die Zulässigkeit der Auftypisierung

DNA-Identitätsfeststellungsverfahren (§§ 81f, 81g) sind Verfahren, mit denen Beschuldigte als Nachfolgeverfahren nach ihrer Verurteilung rechnen müssen. Und zwar ggf. in Zukunft vermehrt, wenn sich die Auffassung des LG Schweinfurt im LG Schweinfurt, Beschl. v. 06.02.2013 – 1 Qs 16/13 durchsetzt. Da ging es um die Frage der sog. Auftypisierung, nämlich darum, ob ein DNA-Identitätsfeststellungsverfahrens mit dem Ziel, ein aus sechzehn Merkmalen bestehendes DNA-Muster des Betroffenen zu erlangen, wenn von diesem bereits ein aus acht Merkmalen bestehendes DNA-Muster vorliegt, zulässig ist. Bislang war dazu h.M. in der Literatur – immerhin Meyer-Goßner und Löwe-Rosenberg, also bekannte Adressen – und in der Rechtsprechung – OLG Bremen -, vertreten worden, dass ein Auftypisierung als unverhältnismäßig angesehen wird.

Das LG Schweinfurt hat das anders gesehen:

b) Der angeordneten Entnahme von Spurenmaterial und seiner molekular- genetischen Untersuchung steht nicht entgegen, dass bereits ein DNA- Identifizierungsmuster des Betroffenen vorliegt. Das vorliegende Identifizierungsmuster umfasst nämlich lediglich Merkmale des Betroffenen in acht Merkmalsystemen, wohingegen der derzeitige Untersuchungsstandard die Bestimmung von sechzehn Merkmalsystemen vorsieht ...

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