Steueroase – ausländische Gesellschaften riskieren Nachweisprobleme

Gesellschaftsrecht, WEG Recht, Wirtschaftsrecht, Zivilrecht

Ausländische Gesellschaften und Steueroasen.

Der Begriff “Steueroase” ist derzeit in aller Munde. Der so bezeichnete Ort bietet jedoch nicht nur Vorteile sondern auch Probleme. Spätestens wenn eine nach dem Recht der Steueroase gegründete Gesellschaft am deutschen Rechtsverkehr teilnehmen will, kann es zu gravierenden Problemen kommen.

Erwirbt etwa eine nach dem Recht des U.S. Bundesstaates Delaware errichtete LLC – limited liability company – oder eine panamaische Sociedad colectiva de responsabilidad limitada (kurz s.c.r.l. – quasi eine OHG mit beschränket Haftung) ein Grundstück in Deutschland oder will sie eine Eintragung im Handelsregister bewirken, so müssen nach unserer Rechtsordnung gewisse Nachweise erbracht werden um den Vollzug der begehrten Eintragung (im Grundbuch oder Handelsregister) herbeizuführen. Diese Nachweise, wie Vertretungsbescheinigungen oder Existenzbelege, sind meist nur mit Aufwand beizubringen. Auch sollten die Nachweise nicht älter als sechs Wochen sein, wobei in der Praxis auch 8 bis 12 Wochen alte Nachweise durch die Gerichte geduldet werden.

Nicht selten werden Inc.´s, LLC´s, Ltd´s und Co. gegründet, um Gläubigern die Anspruchsdurchsetzung zu erschweren oder Steuern zu sparen. Allein illegale Absichten werden jedoch in vielen Fällen ganz sicher nicht den Anlass zur Gründung einer Auslandsgesellschaft gegeben haben. Dies zeigen insbesondere die Sachverhalte in denen die ausländischen Gesellschaften in der Bundesrepublik Immobilieneigentum erwerben.

Was macht man aber, wenn man einen Nachweis braucht, um das Geschäft beziehungsweise die Eintragung zum Abschluß zu bringen? Guten Rat holen, lautet die Antwort. Und diesen guten Rat gibt es nicht überall ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK