Was ist die ödeste Veranstaltung im Betrieb?

Gute Frage! Oder provozierend? Egal. Zur Auswahl stehen: Mitarbeitergespräch, tägliches Mittagessen, Weihnachtsfeier, wöchentliches Gruppenmeeting und Betriebsversammlung? Noch weitere Ideen? Wem würden Sie die Frage gerne stellen? Ihrem Chef, einer Kollegin oder dem Betriebsratsvorsitzenden? Mit der Antwort “Weihnachtsfeier” hätte man bei allen Dreien sicher eine große Chance auf Übereinstimmung. Wie öde sind die denn oft? Da kommt meistens nichts ran. Aber was ist mit der Betriebsversammlung? Welchen Stellenwert hat die Betriebsversammlung im Betrieb?

Nach einer aktuellen Umfrage, die das ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten im März 2013 durchgeführte, macht sich fast jeder zweite Betriebsratsvorsitzende erst kurz vor dem Termin der Betriebsversammlung nähere Gedanken über Ablauf und Inhalt (46% der Befragten). “Das deutet darauf hin, dass in vielen Betriebsräten, in den Gremien recht effektiv gearbeitet wird” erklärt Monika Sterzer. Als Kommunikationstrainerin und Seminarplanerin ist sie beim ifb für das Thema Betriebsversammlung verantwortlich.

“Auf der anderen Seite ist bei einer kurzfristigen Vorbereitung natürlich die Gefahr recht hoch, dass man hintenraus in die Bredouille gerät.” Dies betreffe zum einen die Sache mit der passenden Ansprache der Belegschaft, also dass wirkliches Interesse bei den Kolleginnen und Kollegen geweckt wird, zum anderen die inhaltliche Substanz. “Wenn man sich mit so etwas Wichtigem wie der Betriebsversammlung erst kurz vorher beschäftigt, kann die Qualität leiden. Weil: Inhalte sind das eine, aber die Präsentation, also die Verpackung ist das andere. Wird die Zeit knapp, dann macht man es halt wie immer.” Und dieses wie immer bedeutet, dass es oft als reine “One-Man-Show” des Vorsitzenden abläuft, neue Ansätze und alternative Gestaltungsabläufe außen vor bleiben, so Monika Sterzer ...

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