Wer ist schuld an den Schulden?

Es steckt schon im Wort "Schulden" und ist als Zustand oft schwer zu ertragen: das Wort "Schuld" belastet, mindestens finanziell aber oft auch moralisch. Wer seine Schulden nicht mehr zahlen kann, ist also selbst schuld, könnte man meinen.

Und überhaupt "Schulden zu machen" war vor noch gar nicht so langer Zeit auch gesellschaftlich verpönt:
"Man gibt nur das aus, was man verdient hat" hieß es.

Heute wird das Wort "Schulden" gerne umschrieben. Da finden sich dann für uns alle alltägliche Begriffe wie "Verbindlichkeiten", "Finanzierung", "Dispo", "Darlehen", "Kredite" oder "Hypotheken". Kaum ein privater Haushalt in Deutschland existiert heute übrigens ganz ohne "Schulden".

Typischerweise werden Autos oder Immobilien, aber auch Inneneinrichtungen der Wohnung und sogar Urlaube finanziert. Man kann wohl ohne Übertreibung sagen, dass jeder Bundesbürger irgendwie "Schulden" hat, und wenn es "nur" Heiz-, Strom-, oder Telefonkosten sind, die meistens monatlich auflaufen und nach Verbrauch anschließend zu zahlen sind. Letztlich lässt sich das allseits erwünschte Wachstum, das mit dem Konsum gekoppelt ist, nicht ohne Finanzierung bewältigen.

Kaum ein Häuslebauer könnte ohne Hypothekendarlehen zum gewünschten Eigenheim kommen ...

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