Weiterverkauf digitaler Werke?

Ob ein Weiterverkauf von „gebrauchten“ digitalen Werken, wie beispielsweise Musikdateien oder eBooks möglich ist, wird derzeit viel diskutiert. Ein Urteil aus den USA bringt nun nochmals neuen Diskussionsstoff – auch für Europa.

Entscheidung in den USA: Der Weiterverkauf von Musikdateien ist ohne Erlaubnis des Rechteinhabers unzulässig.

Unter dem 30.03.2013 hat das Bezirksgericht des Southern District of New York entschieden, dass „gebrauchte“ Musikdateien im Internet nicht ohne die Erlaubnis des Rechteinhabers verkauft werden dürfen. Die Entscheidung des New Yorker Gerichts betrifft das Geschäftsmodell des Startups „ReDigi“. ReDigi war von dem Musiklabel Capitol Records verklagt worden. ReDigi bietet eine Plattform an, auf der Nutzer „gebrauchte Musikdateien“ kaufen und verkaufen können. Eine Software, die von ReDigi angeboten wird, überprüft die zu verkaufende Musik und löscht sie von der Festplatte des jeweiligen Verkäufers.

Die Idee ist uns aus dem Zeitalter, wo es noch CDs und Schallplatten gab, gut bekannt. Wollte man eine CD nicht mehr, hat man sie eben verkauft. ReDigi setzt dieses Konzept für den digitalen Markt um.

Nunmehr hatte Capitol Records gegen dieses Modell geklagt und vor dem New Yorker Bezirksgericht gewonnen.

Das Gericht geht davon aus, dass die Weiterveräußerung über die Online-Handelsplattform ReDigi gegen das alleinige Recht des Rechteinhabers verstößt, seine Musik zu vervielfältigen. Die sogenannte „First Sale“-Doctrin, das Weiterverkaufsrecht, mit dem das Startup sein Geschäftsmodell rechtfertigt, lasse sich nach Ansicht des Gerichts nicht auf Musikdateien übertragen.

Gegenüber „CNet“ kündigte ein ReDigi-Sprecher an, dass das Unternehmen in die Berufung gehen werde. Weiter betonte er, dass das Urteil des Richters die Version 1.0 der Software betreffe und mittlerweile eine weiterentwickelte Fassung genutzt werde ...

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