Mal wieder die Waschanlage

Das war für den Ausgang des Jahres 2010 ärgerlich für die Halterin eines BMW. Ihr Mann war in die zu einer Tankstelle gehörige Waschanlage gefahren. Kurz danach stellte er auf einer Fahrt in die Innenstadt fest, dass der BMW zerkratzt war. Er hatte eine Vielzahl von Kratzern von der Motorhaube über die Windschutzscheibe, das Dach bis zum Heck. Natürlich fuhr der Ehemann der Haltin sofort zur Tankstelle zurück und meldete den Schaden. Zusammen mit der Mitarbeiterin der Tankstelle wartete er den nächsten Waschvorgang ab. Und siehe da: Das nächste Fahrzeug wies ähnliche Beschädigungen auf. Sowohl der Ehemann der Halterin, als auch der Fahrer des zweiten beschädigten Fahrzeugs und die Mitarbeiterin suchten die Bürsten nach Fremdkörpern ab – ohne Erfolg.

Die Halterin wollte daraufhin den ihr entstandenen Schaden ersetzt haben. Sie bestritt, dass die Mitarbeiterin der Tankstelle die Bürsten vor Öffnung der Waschanlage um 6 Uhr morgens überprüft habe. Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse sei es nahezu unmöglich, eine ordnungsgemäße Prüfung vorzunehmen. Es sei daher naheliegend, dass sich bereits zu diesem Zeitpunkt Fremdkörper in den Waschbürsten befunden hätten. eine Kontrolle am Morgen sei auch nicht ausreichend. Da zudem das Ausfahrttor der Waschanlage Defekt gewesen sei, hätte öfters überprüft werden müssen.

Der Tankstelleninhaber hat demgegenüber darauf verwiesen, dass die Schäden durch ein 30 cm langes Dachantennenteil verursacht worden sei. Diese sei von einem Fahrzeug, das unmittelbar vor dem beschädigten BMW gewaschen worden sei, abgebrochen. Ansonsten sie die Waschanlage mängelfrei und auf dem Stand der Technik gewesen. Unmittelbar nach der Schadensmeldung habe ein anderer Mitarbeiter der Tankstelle die Waschanlage nochmals überprüft und habe die Dachantenne in der Dachbürste gefunden und entfernt. Danach sei die Anlage störungsfrei gelaufen ...

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