Ausbootung eines aufmüpfigen Pflichtverteidigers

Reichlich sonderbar hört sich an, was mir ein Kollege über den Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens berichtet hat, in dem ich jetzt mit ihm gemeinsam das Berufungsverfahren durchführen werde.

Es geht unter anderem um Stalking und sexuelle Nötigung. Dem Mandanten war neben seinem früheren Wahlverteidiger, der später ebenfalls beigeordnet wurde, der Kollege als Sicherungsverteidiger bestellt worden. Der hat das Wort „Verteidigung“ ernst genommen und für seinen bestreitenden Mandanten bei komplexer Beweislage zahlreiche Beweisanträge und auch ein paar Befangenheitsanträge gestellt. Damit hat er sich den Unmut der jungen Schöffengerichtsvorsitzenden zugezogen. Um die 20 Verhandlungstage hatte das Verfahren schon gedauert, drei weitere Tage waren noch vorgesehen. Am eigentlich drittletzten Tag war der unbequeme Pflichtverteidiger verhindert ...

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