Das Assessorexamen im Öffentlichen Recht

"Die Praxis ist nur so gut wie die Theorie, die hinter ihr steht" - dies konstatieren die Autoren Rainer Pietzner und Michael Ronellenfitsch bereits im Vorwort und fühlen verpflichtet, in ihrem Buch praktische Belange mit wissenschaftlichem Anspruch zu verbinden. Der kurze Untertitel "Widerspruchsverfahren und Verwaltungsprozess" lässt ein leichtgängiges Lehrbuch vermuten, jedoch gehört dieses mit 567 Seiten keinesfalls zu den Dünnbrettern. Ein erster Blick in das Buch bestätigt den wissenschaftlichen Anspruch durch einen komplexen Fußnotenapparat, der in diesem Moment erst einmal keine große Leselust aufkommen lässt ... Das Buch gliedert sich in vier große Teile, welche jeweils zahlreich in Abschnitte und Kapitel unterteilt sind: Auf die übersichtliche Einleitung (1. Teil), in dem die Prüfungsanforderungen im öffentlichen-rechtlichen Teil des Assessorexamens beschrieben werden, folgt der 2. Teil zu der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung, der die Sachurteilsvoraussetzungen und das Urteil darstellt. Der 3. Teil widmet sich sodann der verwaltungsbehördlichen Entscheidung sowie dem Widerspruchsverfahren, während der 4. Teil die Möglichkeiten des vorläufigen Rechtsschutzes erläutert. Schon an diesem Aufbau wird deutlich, dass sich der komplexen Problematik vielmehr theoretisch als praktisch genähert wird, denn in der Verwaltungspraxis steht am Anfang der Verwaltungsakt der Ausgangsbehörde bevor es zum Widerspruchs- bzw. Verwaltungsgerichtsverfahren kommt (kommen kann). Entsprechend unserer Vermutung vermittelt das Buch sehr tiefgründiges Wissen, das mit den Skripten zu diesem Themenkomplex nicht viel gemeinsam hat - die wissenschaftliche Ausrichtung des Werkes tritt stets überaus deutlich zutage ...Zum vollständigen Artikel


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