Tanke – nein danke

ich bin der Letzte, der kein Verständnis dafür hat, dass Du auch an belegten Brötchen, Kaffee, Schokoladenriegeln, Zeitungen, Damenbinden, Tabakwaren und was auch immer für einem Tante-Emma-Scheiss Kohle machen willst.

Aber musst Du dafür die Kunden Deines Kerngeschäftes, den gemeinen Tanker, der weder nebenbei noch kurz eine Curry-Wurst oder einen Kaffee-To-Go "genießen" will, so sehr vergraulen, muss das wirklich sein?

Du hast meist zwei "richtige" Kassen und dann noch so eine Pufferbuden-Kasse an der Warm-Theke. Blöd nur, dass Deine Aushilfs-Oberkellnerinnen ganz oft mit Deinem NichtKerngeschäft, dem Erwärmen der Plürre, dem Garnieren des uritalienischen Ciabattas und dem Packen der Brötchentüten so überlastet sind, dass die Kerngeschäftskassen geschlossen sind mit dem dezenten Hinweisschild, man möge sich an der NichtKerngeschäfts-Curry-Wurst-Kasse anstellen.

"Hei, Willi, heute aber spät dran."

"Jau, wir mussten heute noch die Tour von Kalle übernehmen."

"Ach, ist der krank? Salami oder Käse heute?"

"Nein, die Tochter hat gestern ein Kind bekommen. Salami."

"Mädchen oder Junge? Großen oder kleinen Kaffee?"

"Groß. Und dann gib nochmal den Kloschlüssel, wenn wir schon bei groß sind. Hihihi."

"Warte, Salami muss ich kurz belegen, iss aus."

Aushilfs-Oberkellnerin marschiert zur Anrichtetheke im Hintergrund, holt helles längliches Etwas, schneidet es auf, legt Salatblatt, einen Paprikastreifen hinein und sortiert säuberlich angeordnet drei fächerhaft aufgeteilte Salamischeibchen auf der pappigen Unterlage. In der Zwischenzeit reihen sich hinter mir Nummer 8 und Nummer 9 in die Reihe ...

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