“Pille danach”

Die “Pille danach” stand wochenlang im Fokus der Medien. Nun steht im Mittelpunkt einer öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses am Mittwoch, 24. April 2013 unter Vorsitz von Dr. Carola Reimann (SPD).

Behandelt werden in der Anhörung Anträge der SPD (17/11039) und der Linksfraktion (17/12102).

1.

Die SPD will Rechtsgrundlagen bilden, damit das Medikament mit dem Wirkstoff Levonorgestrel (LNG) rezeptfrei abgegeben werden kann. Die SPD ist der Auffassung, dass nit der “Pille danach” auf LNG-Basis eine ungewollte Schwangerschaft nach einem Anwendungsfehler einer Verhütungsmethode oder nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit großer Sicherheit vermieden werden könne. Weltweit seien Mittel auf LNG-Basis in mindestens 79 Staaten rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

2.

Ebenfalls mit Rezeptfreiheit will Die Linke das Mittel zugänglich machen, weil bei dem LNG-haltigen Arzneimittel hormonelle Notfallkontrazeptiva vorliegen. Die “Pille danach” könne eine Schwangerschaft verhindern, wenn sie rechtzeitig nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werde. Die Entlassung aus der Verschreibungspflicht bedeute keine Freiverkäuflichkeit. Die Apothekenpflicht bliebe erhalten und damit eine Möglichkeit, durch fachkundige Beratung einen sachgerechten Umgang mit dem Arzneimittel zu gewährleisten. Die Pflicht zur proaktiven Beratung in der neuen Apothekenbetriebsordnung zeige klar Pflicht und Chance für die Apotheken auf ...

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