Private Pflegeversicherung muss ggfs. für elektrisches Pflegebett zahlen

Privat versicherte, pflegebedürftige Menschen können sich die Kosten für ein elektrisches Pflegebett von ihrer privaten Pflegeversicherung erstatten lassen. Voraussetzung hierfür ist, dass es vorwiegend die Pflege erleichtert, entschied das Bayerische Landessozialgericht (LSG) in einem am Mittwoch, 03.04.2013, bekanntgegebenen Urteil (AZ: L 2 P 66/11). Das elektrische Pflegebett sei dann als kostenerstattungspflichtiges Pflegehilfsmittel anzusehen, so die Münchener Richter in ihrer am 07.11.2012 gefällten Entscheidung.

Im entschiedenen Rechtsstreit leidet der privat versicherte pflegebedürftige Kläger an einer genetisch bedingten Muskelschwunderkrankung. Der 1961 geborene Mann mit der Pflegestufe II muss zudem nachts über eine Maske beatmet werden.

Bei seiner privaten Pflegeversicherung beantragte er ein elektrisches Pflegebett. Mit dem höhenverstellbaren Bett und seinen absenkbaren seitlichen Gitterteilen könne er ohne große Hilfe selbst in den elektrischen Rollstuhl gelangen. Auch das nächtliche Aufsuchen der Toilette sei so eigenständig möglich. Außerdem gebe es an dem Pflegebett beidseitige Haltemöglichkeiten, so dass er sich leichter aufrichten könne.

Das elektrische Pflegebett fördere damit nicht nur die eigene Selbstständigkeit, es ermögliche vor allem auch ein rückenschonendes Arbeiten für seine pflegenden Angehörigen ...

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