Wer zu spät kommt…bekommt kein “neues” Arbeitszeugnis mehr

Arbeitnehmer, die mit ihrem Arbeitszeugnis nicht zufrieden sind, müssen dies „zeitnah“ rügen. Nach über zwei Jahren jedenfalls kommt eine Beschwerde zu spät, heißt es in einem jetzt schriftlich veröffentlichten Urteil des Hessischen Landesarbeitsgerichts (LAG) in Frankfurt am Main vom 16.01.2013 (AZ: 18 Sa 602/12).

Der Kläger war Bezirksleiter im Vertrieb eines größeren Elektroherstellers. Dort schied er auf eigenen Wunsch aus. Sein Arbeitgeber hatte ihn aufgefordert, selbst eine Tätigkeitsbeschreibung zu verfassen, wich von dieser Beschreibung im Zeugnis dann aber deutlich ab. Dies rügte der Arbeitnehmer – allerdings erst zwei Jahre und acht Monate, nachdem er aus der Firma ausgeschieden war.

Reichlich spät, meint wie schon das Arbeitsgericht nun auch das LAG Frankfurt am Main. Ob die Änderungswünsche ursprünglich berechtigt gewesen wären, sei inzwischen egal ...

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