Der ärgste Feind des Mandanten ist … sein Anwalt?

Vor einiger Zeit betrat der gegnerische Kollege in einer Zivilsache zunächst ohne seinen Mandanten, dessen persönliches Erscheinen angeordnet worden war, den Gerichtssaal. Dem Gericht und mir teilte der gegnerische Kollege mit, daß sein Mandant vor dem Saal warte und er ihn gleich hereinrufen werde. Vorher wolle er gerne außerhalb des Protokolls eine kurze Erklärung abgeben, von der das Gericht seinen Mandanten bitte nicht unterrichten möge.

Dieser Einstieg sorgte bereits dafür, daß sich wohl nicht nur bei mir fragend eine Augenbraue hob. Es folgten sodann Ausführungen des Kollegen, die mich sprachlos machten.

So teilte der Kollege mit, daß er das Gericht vorab darauf hinweisen wolle, daß er den Vortrag seines Mandanten für bedenklich halte. Auch wenn sein Mandant Zeugen für seine Behauptungen benannt habe und das Gericht diese Zeugen zu dem Termin geladen habe, könnten wir uns ja alle denken, wie es tatsächlich gewesen sei ...

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