Arbeitsgericht Neumünster: Ehemalige Lottogewinner verlieren Rechtsstreit vor dem Arbeitsgericht +++ Arbeitsvertrag auf 2 Jahre befristet und unkündbar bei 20.000 EUR monatlich

Allein der Umstand, dass im Arbeitsvertrag die Tätigkeit des Arbeitnehmers nur rudimentär beschrieben ist und dem Arbeitnehmer ein Gehaltsanspruch auf 20.000 EUR zusteht, berechtigt den Arbeitgeber weder zur Anfechtung noch zur fristlosen Kündigung des Arbeitsverhältnisses.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig (Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein 1 Sa 50/13)

Hinweis: Der Arbeitnehmer hatte den Kontakt zu den Eheleuten aufgebaut und vorgeschlagen für sie als „Vertriebsmanager“ ohne Probezeit für zunächst zwei Jahre fest eingestellt tätig zu werden. Selbstredend war das Arbeitsverhältnis in dieser Zeit nicht kündbar! Das Monatsgehalt betrug “nur” € 20.000,00 bei 13 Monatsgehältern und einer Gewinnbeteiligung. Der Vorschlag kam vom Arbeitnehmer. Aber … die Gerichte schützen den Verbraucher, der immer unerfahren ist und mit intransparenten Klauseln in Verträgen völlig überrascht wird. Trifft es den unerfahrenen ggfs. inkompetenten Arbeitgeber, dann hat er eben Pech. Der Fall (Pressemitteilung) des Gerichts Die Beklagten sind Eheleute und erhielten einen immensen Lottogewinn. Jetzt schreibt die Ehefrau Kinderbücher über einen Esel “Joshi”. Der Kläger nahm Kontakt zu den Eheleuten auf und die Parteien unterzeichneten sodann am 11.09.2011 einen Arbeitsvertrag. Danach wurde der Kläger als „Vertriebsmanager“ zum 15.09.2011 ohne Probezeit für zunächst zwei Jahre fest eingestellt zu einem Monatsgehalt von € 20.000,00 bei 13 Monatsgehältern und einer Gewinnbeteiligung am Projekt Joshi. Der Vertrag sollte sich um zwei Jahre verlängern, sofern er nicht zuvor mit einer halbjährigen Frist gekündigt wird und war vor Dienstantritt unkündbar. Im Falle der vorzeitigen Aufhebung des Arbeitsvertrages – gleich aus welchen Gründen – stand dem Kläger eine Abfindung in Höhe von € 250.00,00 zu ...

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