10 Jahre Hartz IV und nix zu feiern

nachdem der Satz, dass Hartz IV weg muss seit 10 Jahren der selbe ist und es auch nach 10 Jahren nichts zu feiern gibt, reiht sich Bestandsaufnahme an Bestandsaufnahme. Die SZ bringt mich auch nur zum Gähnen. Alles irgendwie richtig. Und die Pseudo-Ungerechtigkeit in einem Absatz (wieder) zusammen gefasst: Das als Ersatz eingeführte Arbeitslosengeld II orientiert sich nicht mehr am früheren Nettoverdienst eines Langzeitarbeitslosen. Es lässt vielmehr selbst Angehörige der Mittelschicht wie Facharbeiter und Ingenieure, wenn sie nicht bald wieder eine neue Stelle finden, nach einer kurzen Schonfrist auf das Sozialhilfe-Niveau abstürzen. Aus der Sozialhilfe wurde auch das für Hartz IV typische Konstrukt der "Bedarfsgemeinschaft" entlehnt. Dieses ermöglichte es, Einkommen und Vermögen von Personen, die mit dem Antragsteller weder verwandt noch ihm zum Unterhalt verpflichtet sind, aber mit ihm in einer Wohnung leben, bei der Prüfung von Bedürftigkeit anzurechnen. Waren das noch Zeiten, als der Ingenieur seine Arbeitslosenhilfe an dem Nettogehalt orientieren durfte. Bis zur Rente ...Zum vollständigen Artikel


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