Das Beschneidungsgesetz vor dem Bundesverfassungsgericht

Das Bundesverfassungsgericht hat eine gegen das “Gesetz über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes vom 20. Dezember 2012″ gerichtete Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen.

Die Verfassungsbeschwerde ist unzulässig. Der Beschwerdeführer ist durch das von ihm unmittelbar angegriffene Gesetz über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes nicht selbst, gegenwärtig und unmittelbar betroffen (§ 90 Abs. 1 BVerfGG). Er hat vorgetragen, als Sechsjähriger im Jahr 1991 von einem sogenannten „Beschneider“, der über keine medizinische Ausbildung verfügt habe, beschnitten worden zu sein und unter den Folgen noch heute zu leiden.

Abgesehen davon, dass damit etwaige zivilrechtliche Ansprüche und auch die Verfolgung einer – hier unterstellten – Straftat verjährt sein dürften (vgl. § 78 Abs. 3 Nr ...

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