Beihilfe beim Drogenanbau

Der Gehilfe muss seine Hilfe im Bewusstsein erbringen die Haupttat zu fördern

Nach Feststellung des Landgerichts Kleve hat der Angeklagte seinem Bruder bei der Aufzucht einer Marihuanaplantage geholfen, indem er regelmäßig Gartenarbeiten rund um das Haus ausübte, in welchem sich die Plantage befand. Damit wurde der Schein aufrechterhalten, dass das Grundstück „üblich“ genutzt werde. Das Landgericht stellte fest, dass der Angeklagte von der Plantage wusste, jedoch soll er nicht direkt an der Aufzucht der Pflanzen beteiligt gewesen sein.

Im Revisionsverfahren hat der Bundesgerichtshof (BGH) an dieser Einschätzung erhebliche Bedenken. Ein Gehilfenvorsatz setzt nämlich voraus, dass der Gehilfe seine Hilfe im Bewusstsein erbringt die Haupttat zu fördern ...

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