Supreme Court Indien: Verweigerung des Patents für Glivec an Novartis

Die einen sehen die Entscheidung des Indischen Supreme Court (siehe Volltext am Ende des Posts) als Grundsatzentscheidung zur Stärkung der Rechte armer Patienten.

Die Frage ist allerdings, ob diese Entscheidung, die zweifelsohne weitreichende Wirkung nicht nur für Novartis, sondern auch andere Pharmaunternehmen haben wird, nicht in Wirklicheit vielmehr am Ende ein Danaergeschenk für Patienten ist.

Im Fall von Glivec weniger für diejenigen Patienten, welche bereits seit geraumer Zeit vom kostenlosen Spendeprogramms von Novartis in Indien profitieren und dies auch nach der Entscheidung des Supreme Court weiter erhalten sollen und werden. (Siehe dazu bereits hier und unten die Zahl der Patienten). Sondern für Patienten generell, die auf Pharmaforschung und Innovationen der Pharmaunternehmen grundsätzlich angewiesen sind, seien sie finanziell abgesichert – und erst recht, wenn nicht.

Oft wird Pharmaunternehmen beispielsweise der Vorwurf gemacht, dass im Fall sog. orphan drugs keine oder zu geringe Bereitschaft der Pharmaforschung und -unternehmen bestünden, hohe Investitionen bei zu geringem wirtschaftlichem Gewinnaussichten und breiter Vermarktungschance zu tätigen. Verbale und nicht nur verbale Bilder von medizinisch un(ter)versorgten Davids auf Patientenseite und rein kommerziell und gewinnmaximiert fokussierten Goliaths auf Seiten der Pharmaindustrie und ihrer Forschungsprojekte sind ein immer schlagzeilentaugliches und quotenträchtiges Thema. Wiewohl zweifellos Finanzvolumen in Bereichen mit guter Ertragslage aus der Vermarktung von Pharmaprodukten vorhanden sein muss, um auch in weniger in der “Breite” vermarktbarer neue Medikamte und ihrer Forschung und Entwicklung hinreichend investieren zu können. Aber auch aktuell veröffentlichte Zahlen zu dem, was als sog ...

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