Teure Fehler

Neulich hatte ich eine Sache zur Bearbeitung, bei der ich für den Mandanten eigentlich nur hoffen konnte, dass sich der Gegner auch nach Klageerhebung noch auf einen Vergleich einließ, denn sonst sah es wirklich düster aus.

Der Sachverhalt

Der Sachverhalt ist schnell erzählt. Der Mandant veröffentlicht ein Printerzeugnis, in dem natürlich die Artikel durch Bilder aufgelockert werden. Vor ein paar Jahren erschien darin auch ein Artikel zu welchem leider der Urheber der Bilder nicht benannt wurde. Fehler Nummer eins.

Vor ein paar Wochen kam dann eine Abmahnung eines Fotografen, der behauptete, er wäre der Urheber der Bilder und hätte nie seine Einwilligung zur Veröffentlichung der Bilder im Magazin meines Mandanten gegeben und verlangte Schadensersatz und eine Unterlassungserklärung. Der Abmahnung war eine CD beigefügt, auf der sich die Bilder sowohl in der Rohfassung als auch in bearbeiteter Variante befinden und damit an der Urheberschaft des Fotografen kaum Zweifel bestehen dürften. Daraufhin machte man sich im Hause des Mandanten auf die Suche nach einem Nachweis, dass die Nutzungsrecht erteilt worden waren. Leider stellte man dabei fest, dass es in Bezug auf diese Bilder wohl nur einmal einen E-Mail-Verkehr mit der Person gegeben hat, die die Bilder zur Verfügung stellte. Wie diese Person hieß oder ob das gar der Urheber selber gewesen ist, weiß keiner mehr. Offensichtlich gibt es im Hause des Mandanten kein Lizenzmanagement für die verwendeten Bilder, in welchem erfasst wird, wo welches Bild herkommt, welche Lizenzen dafür erworben wurden und wann diese Lizenzen gegebenenfalls auslaufen. Fehler Nummer zwei.

Außerdem stellten die Mitarbeiter fest, dass die die Bilder betreffenden E-Mails verloren gegangen waren, weil der Rechner der zuständigen Mitarbeiterin vor ein paar Monaten derart abgestürzt ist, dass er komplett neu aufgesetzt werden musste ...

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