Wie das Leben so spielt – der schöne falsche Vorhalt

In der ersten Zeugenvernehmung bekundet der (einzige Belastungs-)Zeuge Benni Baff, er habe vor dem Aussteigen aus seinem Fahrzeug das Licht ausgeschaltet. Auf Nachfrage des Kriminalbeamten Frank Furt bestätigt er erneut ausdrücklich, er sei sicher, dass er das Licht ausgeschaltet habe.

Monate später begeht derselbe Kriminalbeamte Frank Furt dann einen gravierenden Fehler, über den ich als Verteidiger normalerweise heftig gewettert hätte. Vor der nächsten Vernehmung von Benni Baff liest er sich nämlich dessen erste Vernehmung nicht richtig oder gar nicht durch und macht in dieser zweiten Vernehmung den eindeutig falschen Vorhalt:

"Benni, in Ihrer ersten Vernehmung haben Sie bekundet, dass Sie das Licht am Auto vor dem Aussteigen nicht ausgeschaltet haben. Wie kam es dazu?"

"Ja, das stimmt, ich hatte es nämlich so eilig, deshalb habe ich tatsächlich vergessen, das Licht auszuschalten, aber das habe ich Ihnen ja schon damals gesagt. Und als es dann gepiepst hat beim Türöffnen, war es mir dann auch egal."

Kriminalist Frank F ...

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