Schmerzensgeld fürs Mobbing

Mobbing ist das systematische Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren durch Kollegen oder Vorgesetzte. Aber nicht jede berechtigte oder überzogene Kritik durch den Arbeitgeber stellt eine Persönlichkeitsverletzung dar. So kommen auch länger dauernde Konfliktsituationen im Arbeitsleben vor und der Arbeitgeber darf sein Direktionsrecht ausüben, solange sich nicht eindeutig eine schikanöse Tendenz erkennen lässt. Die Verhaltensweisen von Vorgesetzten können nur Reaktionen auf Provokationen des vermeintlich gemobbten Arbeitnehmers darstellen.

So das Landesarbeitsgericht Düsseldorf in dem hier vorliegenden Fall einer Klägerin, die sich einem Mobbing ausgesetzt gesehen hat und deshalb Schmerzensgeld in Höhe von 893.000 Euro verlangt hat. Die bei der beklagten Stadt beschäftigte Diplom-Ökonomin ist der Ansicht, sie sei seit dem Jahre 2008 Schikanen ausgesetzt, die sie als Mobbing gewertet hat und nun dafür Schmerzensgeld forderte.

Nach Auffassung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf ist es der Klägerin nicht gelungen, ihrer Darlegungs- und Beweispflicht zu genügen. Mobbing ist das systematische Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren durch Kollegen oder Vorgesetzte. Die Besonderheit liegt darin, dass nicht einzelne, sondern die Zusammenfassung mehrerer Einzelakte in einem Prozess zu einer Verletzung des Persönlichkeitsrechts oder der Gesundheit des Arbeitnehmers führt. Hierfür ist dieser darlegungs- und beweispflichtig.

In diesem Fall war zu berücksichtigen, dass auch länger dauernde Konfliktsituationen im Arbeitsleben vorkommen und der Arbeitgeber sein Direktionsrecht ausüben darf, solange sich nicht eindeutig eine schikanöse Tendenz erkennen lässt ...

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