Per “Like” bezahlen – Wie legal ist die “klickgeile” Strategie von Focus?

Das “Fangate” auf Focus.de kann noch einfach weggeklickt werden. Der folgende Beitrag prüft, ob das “Fangate” auch als eine verpflichtende “Bezahlschranke” zulässig wäre.

In dem Artikel “Focus Onlines “klickgeile” Facebook-Strategie“, der bei Meedia erschien, wird das Nachrichtenmagazin Focus kritisiert. Auf dessen Website können die Leser manche Artikel scheinbar nur dann lesen, wenn Sie zuvor den Like-Button klicken und damit Fan der Facebookseite von Focus werden. Scheinbar, da sich diese Schranke mit “Nein, ich möchte kein Fan werden” noch wegklicken lässt.

Nachdem ich solche Zugangsschranken immer häufiger außerhalb von Facebook sehe, fragte ich mich, ob es rechtlich zulässig ist den “Like”-Button als eine Art Bezahlschranke einzusetzen. Denn damit würden sich vielfältige Möglichkeiten für Onlineanbieter eröffnen, deren Leistungen gegen die Aufmerksamkeit der Nutzer zu tauschen. So können Onlinemagazine und Blogs den Zugang zu Artikeln einschränken oder Shops Rabatte oder Zugaben für “Likes” gewähren.

Fangates sind ein Feature von Facebook

Bevor ich mich eventuellen gesetzlichen Verboten zuwende, ist die Frage zu klären, ob diese Nutzung des Like-Buttons gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook verstößt. Doch trotz langer Suche fand ich keine Bedingung, die dagegen spricht. Ganz im Gegenteil, das so genannte “Fangating” ist eine übliche Funktion des Like-Buttons.

Hinweise darauf, dass ein solches “Fangate” außerhalb von Facebook unerlaubt sein soll, habe ich nicht gefunden. Die entsprechende Variable $signed_request["page"]["liked"] ist sogar für Facebook Entwickler dokumentiert.

Von einem “Fangate” spricht man, wenn ein Nutzer zuerst auf die “Gefällt mir”-Schaltfläche einer Facebookseite klicken muss, um zu einer Seitenbereich zu gelangen. Zum Beispiel, um an einem Gewinnspiel teilzunehmen oder eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen ...

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  • Focus Onlines "klickgeile" Facebook-Strategie

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