Neuwagen auch bei 304 km Laufleistung?

Coburg/Berlin (DAV). Ein Neuwagen muss auch neu sein. Wer jedoch zunächst ein Fahrzeug annimmt, das bereits 304 Kilometer gefahren ist, akzeptiert es mit dieser Laufleistung. Nachträglich kann man den Kilometerstand nicht mehr beanstanden. Dies entschied das Landgericht Coburg am 30. Dezember 2011 (AZ: 21 O 337/11), wie die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt.

Die Frau hatte einen Neuwagen zum Kaufpreis von fast 18.000 Euro bestellt. Als das Autohaus ihr das bestellte Fahrzeug übergab, wies es jedoch einen Kilometerstand von 304 Kilometer auf. In der von der Käuferin unterschriebenen Übernahmebestätigung wurde das ausdrücklich festgehalten. Einwände gegen Laufleistung oder Übernahmebestätigung erhob die Käuferin zunächst nicht. Einige Tage später meldete sie sich jedoch beim Autohaus und behauptete, ihr sei kein Neuwagen übergeben worden. Die Laufleistung sei hierfür zu hoch. Daher forderte sie einen Kaufpreisnachlass in Höhe von 3.400 Euro. Das Autohaus ging darauf nicht ein.

Vor Gericht forderte die Frau die Lieferung eines Neuwagens und wollte den ihr überlassenen Wagen zurückgeben. Das Autohaus habe mit ihr nicht über die Laufleistung des Pkw gesprochen. Bei Abholung des Autos sei sie in Eile gewesen und habe daher den Kilometerstand nicht bemerkt. Selbst wenn das Fahrzeug auf eigener Achse zum Autohaus gefahren worden wäre, dürfe sich kein so hoher Kilometerstand ergeben ...

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