BürgerInnennetz: Die Facebook-Alternative des Staats schockiert Datenschützer

Was muss passieren, damit Thilo Weichert Facebook empfehlen würde? Ganz einfach. Der Staat muss sich dazu entschließen, ein eigenes soziales Netzwerk zu entwickeln, dabei dem Datenschutz oberste Priorität einräumen und genau das Gegenteil umsetzen.

So geschieht es nach derzeitigem Stand mit dem geplanten „BürgerInnennetz“. Eine Startseite ist bereits unter www.Bürgerinnennetz.de in der Beta-Phase vorhanden. Dort heißt es auch:

“Das einzige soziale Netzwerk, das den Datenschutz GROSS schreibt.”

“Volks-Facebook” und der Datenschutz

Die aktuelle c´t 2013, Heft 8 berichtet über die Pläne und Möglichkeiten der Bundesregierung zu diesem von c´t getauften „Volks-Facebook“. Es ist ja löblich, dass die Bundesregierung zeigen möchte, im digitalen Zeitalter angekommen zu sein. Der Datenschutz steht bei diesem Netzwerk derzeit jedoch nicht an erster Stelle.

Die folgenden Punkte dürften auch bei nicht datenschutzsensiblen Personen zu starken Bauchschmerzen führen:

Der Nutzer gibt die Daten nicht selbst ein. Sie werden vom Staat aus den bereits erhobenen Daten eingefügt. Informationsquellen scheinen nach Angaben der c´t auch die Daten bei der GEZ zu sein. Die Nutzer können nur wenige Daten selbst ändern. Es besteht Klarnamenzwang. Damit ist eine anonyme oder pseudonyme Nutzung nicht möglich. Eine Namensänderung ist nicht möglich. Die Änderungen erfolgen nur nach Mitteilung durch die Einwohnermeldeämter. Es wurden bereits Millionen von Konten angelegt. Bei der ersten Anmeldung findet jeder Nutzer ein vollständiges Profil vor. Das Standardpasswort besteht aus dem Nachnamen+Geburtsdatum. Zukünftig soll das Verkehrszentralregister angebunden werden und Punkte in „Flensburg“ erscheinen auf der Pinnwand, zur Abschreckung. Das entsprechende Foto soll ebenfalls über die Plattform zugestellt werden. Möglicherweise gibt es auch eine automatische Bilderkennung ...Zum vollständigen Artikel


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