GmbH-Gründung: Stammkapital wird von € 35.000 auf € 10.000 herabgesetzt

Dr. Thomas Kainz

Lange wurde darüber gesprochen, jetzt ist es soweit: Nachdem im Jahr 2011 die GmbH-Neugründungen in Österreich mit 9,1% erstmals unter die Zehnprozentmarke gefallen waren (Zum Vergleich: 2006 waren es noch 12,9%), hat das Bundesministerium für Justiz (BMJ) am 22. März 2013 einen Gesetzesentwurf eingebracht mit welchem die Gründung von GmbHs in Österreich wieder attraktiver wird.

Der dreiseitige Begutachtungsentwurf eines Gesellschaftsrechts-Änderungsgesetzes 2013 (GesRÄG 2013 [Bundesgesetz, mit dem das GmbH-Gesetz, die Insolvenzordnung, das Notariatstarifgesetz, das Rechtsanwaltstarifgesetz und das Körperschaftssteuergesetz 1988 geändert werden]) mit dem erklärten Ziel der Steigerung der Anzahl der GmbH-Neugründungen sieht als wesentliche Änderung die Herabsetzung des Stammkapitals von mindestens € 35.000 auf mindestens € 10.000 vor (§ 6 Abs 1 GmbH-Gesetz).

Entsprechend sind anstelle von € 17.500 auch nur mehr € 5.000 an Bareinlagen zu leisten (§ 10 Abs 1 GmbH-Gesetz) und fällt jährlich anstelle von € 1.750 auch nur mehr € 500 an Mindestkörperschaftssteuer an. Die Mindeststammeinlage für jeden einzelnen Gesellschafter in Höhe von € 70 bleibt hingegen unverändert (§ 6 Abs 1 GmbH-Gesetz) ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK