Ergänzende Testamentsauslegung bei fehlender Bestimmung eines Ersatzerbens

Das OLG München hat mit Beschluss vom 19. Dezember 2012, Az: 31 WX 372/12 folgenden Beschwerdefall zu entscheiden:

Die verwitwete Erblasserin verstarb ohne Hinterlassung von Abkömmlingen. In zwei privatschriftlichen Testamenten hat die Erblasserin Frau S., die sich über Jahre hinweg um die Erblasserin gekümmert hat, zu ihrer Alleinerbin berufen. Eine ausdrückliche Ersatzerbenbestimmung enthalten die Testamente der Erblasserin nicht.

Die eingesetzte Alleinerbin Frau S. verstirbt wenige Monate vor der Erblasserin. Der Ehemann von Frau S. beantragt einen Alleinerbschein. Ein gesetzlicher Erbe tritt dem entgegen.

Das OLG München weist in der Beschwerde den Erbscheinsantrag des Ehemannes zurück. Er ist nicht Ersatzerbe seiner vorverstorbenen Ehefrau geworden. Die Erbeinsetzung seiner Frau ist eine Belohnung für eine langandauernde persönliche Betreuungstätigkeit ...

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