Ein Echo zur Urheberschaft eines Musikstückes

Urheberrecht

Die Echo-Verleihung 2013 liegt nur wenige Stunden zurück, bei der Gala für den Deutschen Musikpreis wurden auch gestern wieder zahlreiche Preise vergeben. Neben den klassischen Preisen in den verschiedenen Musik-Genres gibt es auch Honorationen für die besten Live-Acts, Musikvideos oder gar Medien- und Handelspartner. Doch hauptsächlich geht es immer noch um die Musik. Und aus rechtlicher Sicht drängt sich einem die Frage auf: Was ist Musik? Was ist ein Musikstück? Und wer ist der Urheber?

Nun, Musik ist Kunst. Das hat auch der Gesetzgeber (an)erkannt. Musikstücke sind Werke, die durch das Urheberrecht geschützt werden. Das heißt, der Urheber eines Musikstückes kann die ihm durch das Urheberrechtsgesetz zugebilligten Rechte anderen gegenüber geltend machen. Er kann sein Werk veröffentlichen, vervielfältigen, verbreiten, öffentlich zugänglich machen, bearbeiten, umgestalten, usw. Und sobald ein Nichtberechtigter eines dieser Rechte für sich in Anspruch nimmt, kann der Urheber von ihm verlangen, dass er dies unterlässt und ihm den dadurch entstandenen Schaden ersetzt. Das ist der Hintergrund jeder Abmahnung, die Anwaltskanzleien zigtausendfach im Namen der Urheber aussprechen und aus denen in den letzten Jahren ein Geschäftsmodell mit hohen Gewinnen geworden ist.

Doch zurück zur Echo-Verleihung. Dort werden die Künstler ausgezeichnet, die als Interpreten der Musikstücke gelten. Sind diese Künstler aber auch immer die Urheber im Sinne des Urheberrechtsgesetzes? Ein Musikwerk ist eine persönliche geistige Schöpfung, wenn eine individuelle Komposition vorliegt. Eine solche kann sich aus der Gestaltung der Melodie, dem Aufbau der Tonfolgen, der Rhythmisierung, der Instrumentierung und der Orchestrierung ergeben. Entscheidend ist für die Beurteilung der Werkeigenschaft der Gesamteindruck eines Musikstückes ...

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