Arbeitsgericht Berlin: Klage wegen behaupteter Ausbeutung einer Hausangestellten / Vergleich über 35.000 EUR :)

Nach 2 Jahren des Rechtsstreits bekommt die Hausangestellte des Diplomaten endlich Geld. Den Prozess hatte nicht die Angestellte, sondern Prof. Dr. Heide Pfarr (nach der Abtretung der Ansprüche) geführt. Bravo und Hut ab vor Frau Prof.Dr. Pfarr.

Nach Mitteilung des Arbeitsgerichts Berlin haben sich die Parteien am 19.01.2013 vor dem Arbeitsgericht Berlin verglichen. Der Beklagte (Botschafter) zahlt danach an die Klägerin zur Erledigung des Rechtstreites 35.000,00 EUR. Der Vergleich kann von beiden Parteien innerhalb näher geregelter Fristen widerrufen werden. Im Falle eines Widerrufs wird der – ansonsten erledigte – Rechtsstreit fortgesetzt. Arbeitsgericht Berlin, Aktenzeichen 36 Ca 3627/11

Der Vorwurf: Die Hausangestellte soll an 7 Tagen in der Woche bis zu 20 Stunden am Tag gearbeitet haben, ohne dass die vereinbarte Vergütung, Unterkunft und Verpflegung gezahlt bzw. gewährt worden sei; Es soll zu körperlichen Misshandlungen und Erniedrigungen gekommen sein. Der Diplomat hatte sich zunächst auf seine Immunität berufen und die gegen ihn und seine Familienangehörigen erhobenen Vorwürfe als unberechtigt zurückgewiesen. Hintergrund: Wir haben an dieser Stelle im November 2011 über die Entscheidung des LAG Berlin Brandenburg berichtet, das die Klage abgewiesen hatte, weil der Beklagte als Diplomat Immunität genossen habe ...

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