Kinder haften für ihre Eltern!

“Betreten der Baustelle verboten! Eltern haften für ihre Kinder!”

Für viele nichts Neues

Wer kennt dieses Schild an den großen Bauzäunen nicht? Nun hat der BGH in diesem Zusammenhang schon die eine oder andere Entscheidung getroffen. Dazu ist im Ergebnis nur zu sagen, dass es in diesen Fällen darauf ankommt ob die Eltern haften, inwieweit diese ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen sind oder eben nicht. Eine andere Frage warf Prof. Dr. Gröschler Ende des Semesters in einer Vorlesung auf.

Kann es auch passieren, dass Kinder für ihre Eltern haften?

Zunächst muss dazu einmal auf die §§1626, 1629 BGB verwiesen werden. Diesen ist zu entnehmen, dass die Eltern das Recht und die Pflicht zur elterlichen Sorge haben (§1626 BGB), die auch die Vertretung des Kindes umfasst (§1629 BGB). Was aber heißt Vertretung des Kindes? Kinder sind zwar von Geburt an rechtsfähig (§1 BGB), werden aber erst mit Eintritt der Volljährigkeit voll geschäftsfähig (§§ 2, 106 BGB). Daraus ergibt sich eine Spanne von 18 Jahren, in denen dieser Mensch von sich heraus keine, oder nur in beschränktem Umfang Geschäfte tätigen kann. Diese Aufgabe fällt also den Eltern zu. Im Alter von 0-7 vollständig (§ 104 Nr. 1 BGB), von 7-18 können sie sich auch damit begnügen in die Rechtsgeschäfte ihrer Kinder von vornherein einzuwilligen beziehungsweise diese nachträglich zu genehmigen (§§106ff. BGB).

Somit sind alle Rechtsgeschäfte, vom einfachen Brötchenkauf bis hin zur Eröffnung eines Kontos möglich. Und natürlich gibt es auch Fälle in denen nicht alles glatt läuft. In diesen Fällen geht es zumeist um Schadensersatz, beziehungsweise darum wer diesen zu Leisten hat.

Deutlich machen kann man dies an einem einfachen Beispiel. Der 16-jährige Tim möchte sich endlich den Traum vom eigenen 125er Motorrad erfüllen. In einer Anzeige findet er ein Angebot für 1500€ ...

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