Der Sahnefleck vor der Kühltheke

Ein Ladenbetreiber muss sicherstellen, dass sich ein Kunde in seinem Geschäft sicher bewegen kann. Zur Erfüllung dieser Pflicht ist die Kontrolle und Reinigung der Böden in einem Abstand von 15 Minuten ausreichend.

So das Landgericht Coburg in dem hier vorliegenden Fall einer Kundin, die durch einen Sturz im Supermarkt einen Bruch im Bereich des Schultergelenks erlitt und Schmerzensgeld verlangt hat. Im Juni 2011 suchte die spätere Klägerin in der ihr bekannten Filiale eines Discounters nach Trinkjogurt. Dazu lief sie die Kühltheke entlang und rutsche dort mit dem Fuß weg und kam zu Fall. Bei dem Sturz zog sie sich einen Bruch im Bereich des Schultergelenks zu. Die Klägerin gab an, dass ein Sahnefleck am Boden vor dem Kühlregal die Ursache für ihren Sturz gewesen sei. Nach Auffassung der Klägerin hatten die Mitarbeiter der Filiale den Boden nicht ausreichend kontrolliert und gereinigt. Deswegen wollte die Klägerin vom Discounter mindestens 15.000 Euro Schmerzensgeld. Der beklagte Discounter gab an, er wisse nicht, warum die Klägerin gestürzt sei. Jedenfalls hätte eine Auszubildende 15 Minuten vor dem Sturz der Klägerin den Boden auf mögliche Verschmutzungen hin kontrolliert. Seine Mitarbeiter würden regelmäßig die Böden kontrollieren, insbesondere im Bereich des Kühlregals.

Nach durchgeführter Beweisaufnahme ist das Landgericht Coburg zu dem Ergebnis gekommen, dass die Klägerin auf einem Fleck Sahne vor der Kühltheke ausgerutscht ist. Eine Zeugin, die unmittelbar nach dem Sturz zur Unfallstelle kam, berichtete von Sahnespritzern vor dem Kühlregal ...

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