Anleger erhält Millionen Schadenersatz wegen Immofinanz

Thomas Kainz

Wiederum hat ein Gericht einem geschädigten Anleger von Immofinanz- und Immoeastaktien einen Schadenersatz zugesprochen: In dem Verfahren vor dem Handelsgericht Wien hat die Kanzlei Kerres Partners unter Führung von Dr Thomas Kainz einem Anleger den ihm entstanden Schaden gegen die ehemalige Constantia Privatbank durchgesetzt. Die Bank wurde verpflichtet, dem Anleger den Schaden in der Höhe von rund 4 Mio Euro samt Zinsen und Kosten zu ersetzen. Das Urteil erging im zweiten Rechtsgang und ist noch nicht rechtskräftig. Das Gericht hat einmal mehr die rechtwidrigen Vorgänge bei der ehemaligen Constantia Privatbank beleuchtet und beurteilt.

Die ehemalige Constantia Privatbank hat 2007 rechtswidrig über Beteiligungstochterfirmen größere Bestände von Immofinanz- und Immoeastaktien im Wert von rund 1 Milliarde Euro erworben. Diese Aktienbestände wurden zu einem Großteil durch eine illegale Darlehenskonstruktion mit Mitteln der Immofinanz selbst angeschafft. Das Eigenkapital der Bank betrug zu diesem Zeitpunkt rund EUR 165 Mio und die Großveranlagungsgrenze für die Immofinanzgruppe lag bei ca. EUR 30 Mio. Die Überschreitung der Veranlagungsgrenze um mehr als das dreissigfache stellte ein unzulässiges Klumpenrisiko der Bank dar, gefährdete aufgrund der Darlehenskonstruktion auch den Bestand der Immofinanzgruppe selbst und führte nach öffentlichem Bekanntwerden letztlich zu einem Kurssturz der Immofinanz- und Immoeastaktien ...

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