Zur Aussageverweigerung

Alles, was Sie sagen, kann – und wird – gegen Sie verwendet werden. Deshalb: Machen Sie keine Angaben zur Sache bei Polizei oder Staatsanwaltschaft, wenn Sie Beschuldigter in einem Strafverfahren sind! Machen Sie von Ihrem Recht der Aussageverweigerung gebrauch.

Als Beschuldigter sind Sie in keinem Fall verpflichtet, zu einer polizeilichen Vernehmung zu erscheinen. Wenn Sie eine polizeiliche Vorladung bekommen haben und nicht zur Vernehmung gehen, hat das keinerlei Nachteile für Sie, ganz im Gegenteil.

Oft sagen Polizeibeamte den Beschuldigten, dass es sei besser, eine Aussage zu machen, da ein anderer Beschuldigter schon gestanden und belastende Aussagen gegen Sie gemacht habe, die Sie nur bestätigen müssten. Bleiben Sie hart und sagen Sie nichts zur Sache. Sie haben ein Recht auf Aussageverweigerung. Nehmen Sie es in Anspruch.

Merke: was einmal von Ihnen gesagt wurde, das kann nicht zurückgenommen werden!

Im Falle einer Vernehmung sind Sie als Beschuldigter stets in einer ungünstigen Position, denn Sie wissen nicht, ob es Beweise gibt und welche Bedeutung diese im Zusammenhang mit Ihrer Aussage bekommen. Auch wenn Sie nichts zu verbergen haben, bleiben Sie stumm.

Angaben zur Sache können Sie später über Ihren Anwalt oder Strafverteidiger immer noch machen. Eine Aussage in einem Strafverfahren sollte immer in Ruhe überlegt werden und Ihr Rechtsanwalt sollte durch Akteneinsicht die Beweismittel der Polizei kennen – nur dann kann angemessen reagiert werden. In einer polizeilichen Vernehmung befinden Sie sich in einer Ausnahmesituation und werden meist aufgeregt, nervös und unsicher sein ...

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