Arbeitszeugnis muss vom Arbeitnehmer abgeholt werden

Arbeitnehmer müssen ihr Arbeitszeugnis grundsätzlich selbst bei ihrem Chef abholen. Sie können nicht verlangen, dass sie es per Post zugeschickt bekommen, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin-Brandenburg in einem aktuell veröffentlichten Beschluss vom 06.02.2013 (Az.: 10 Ta 31/13). Wer dennoch ohne Abholversuch ein Zeugnis einklagt, muss danach in der Regel die Gerichtsgebühren tragen. Damit bekräftigten die Berliner Richter die bisherige Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG). Eine Ausnahme bestehe nur, wenn wegen besonderer Umstände die Abholung des Zeugnisses unzumutbar ist.

Im entschiedenen Rechtsstreit hatte ein 39-Jähriger kaufmännischer Leiter seinen Job zum 31.07.2012 gekündigt. Einen Entwurf für sein Arbeitszeugnis schickte er per E-Mail zur Assistentin des Vorstandes und der Geschäftsführung. Diese antwortete, dass sie das Arbeitszeugnis so bald wie möglich wieder retour schicke, sobald es von der Geschäftsleitung abgesegnet worden sei.

Doch dazu kam es nicht. Zwar schrieb die Assistentin dem 39-Jährigen, dass der Entwurf des Arbeitszeugnisses akzeptiert sei. Er solle jedoch noch einmal wegen anderer zu klärender Fragen in die Firma kommen. Dann könne er sich das Zeugnis abholen ...

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