Thüringen: Sohn eines hohen Strafrichters im Knast gefoltert und vergewaltigt

Besuchereingang zum Gelände der Jugendvollzugsanstalt Hahnöfersand bei Hamburg

Nach einem Bericht bei focus.de ist ein Sohn des ehedem höchsten Strafrichters im Bundesland Thüringen, der eine Jugendstrafe verbüßen musste, Opfer brutaler Misshandlungen geworden. Der Junge war 17 Jahre alt, als er im Herbst 2011 in der Jugendstrafanstalt Ichtershausen von zwei Mithäftlingen tagelang gefoltert und sexuell missbraucht wurde. Unter anderem sollen die damals 16 und 19 Jahre alten Täter ihn mit einer Metallstange auf die Brust geschlagen und ihn mit nassen Handtüchern ausgepeitscht haben. Sie hätten ihn gezwungen, Mehl zu essen und sich eine Glatze zu rasieren. Mit Nadeln und Rasierklingen sei er traktiert worden und mit einem glühend heißen Feuerzeug wurde ihm eine Brandwunde zugefügt. Außerdem soll es zu mehrfachen Vergewaltigungen gekommen sein.

Ab dem 27. März müssen sich die wegen Gewaltdelikten vorbestraften Mithäftlinge deswegen vor einer Jugendkammer des Landgerichts Erfurt verantworten.

Der Vater des Opfers, der jetzt in einem Zivilsenat tätig ist, bezweifelt laut focus.de, dass sein Sohn gezielt ausgesucht wurde oder dass es sich um einen speziellen Racheakt gegen die Justiz gehandelt habe. Solche Übergriffe kämen in deutschen Gefängnissen häufig vor, hat der Mann verlauten lassen.

Allein in Thüringen gab es im vergangenen Jahr 79 Strafanzeigen wegen Gewaltakten in Gefängnissen ...

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