Bundesländer müssen angestellten Lehrern Schulbücher bezahlen

Angestellte Lehrer können sich die Kosten für erforderliche Schulbücher vom Land erstatten lassen. Soweit die Schulbuchkosten nicht bereits durch die Gehaltszahlung abgegolten sind, muss das Land als Arbeitgeber für die erbrachten Aufwendungen geradestehen, urteilte am Dienstag, 12.03.2013, das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt (AZ: 9 AZR 455/11). Der Lehrer könne dabei nach „verständigem Ermessen“ selbst entscheiden, welche Schulbücher er für notwendig hält. Damit bekam ein Mathematiklehrer einer Hauptschule in Niedersachsen recht. Der Pädagoge sollte im Schuljahr 2008/2009 eine fünfte Klasse in Mathematik unterrichten. Ein Schulbuch erhielt er für den Unterricht nicht gestellt. Der Leiter der Hauptschule hatte es zudem abgelehnt, dass der Lehrer das erforderliche Buch aus der Schulbibliothek ausleiht. Bereits im Vorjahr hatte der Lehrer erfolglos das Land als Arbeitgeber aufgefordert, ihm ein für den Unterricht erforderliches Schulbuch zu überlassen.

Damit der Mathematikunterricht ordnungsgemäß und mit den richtigen Lehrmitteln abgehalten werden kann, bezahlte der Mathematik-Lehrer das Schulbuch schließlich aus eigener Tasche. Vom Land Niedersachsen verlangte er nun die Kostenerstattung, insgesamt 14,36 € ...

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