Die Spielregeln im Kampf um qualifiziertes Personal

In Zeiten des Fachkräftemangels wird es für Arbeitgeber zunehmend schwieriger, offene Stellen zu besetzen. Da liegt es nahe, bei einem Konkurrenzunternehmen nach dem gewünschten Profil zu suchen. Doch was ist bei Abwerbungsversuchen erlaubt? Darf ein Headhunter den Wunschkandidaten am Arbeitsplatz anrufen oder besuchen? Wo beginnt hierbei der unlautere Wettbewerb?

Das Abwerben von Mitarbeitern ist als Teil des freien Wettbewerbs grundsätzlich erlaubt. Allerdings sind bestimmte Mittel zur Abwerbung nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) unzulässig: etwa Mitarbeiter von Konkurrenten gezielt am Arbeitsplatz aufzusuchen, sie durch falsche Angaben zu beeinflussen oder den bisherigen Arbeitgeber „schlecht zu machen“. Man darf den Wunschkandidaten auch nicht zum Vertragsbruch – wie der Nichteinhaltung von Kündigungsfristen oder der absichtlichen Schlechtleistung – verleiten.

Erlaubt ist es allerdings, bessere Arbeitsbedingungen oder eine höhere Vergütung in Aussicht zu stellen. Auch das vielfach praktizierte Headhunting durch professionelle Personalberater ist nicht zu beanstanden. Aber auch hier gelten Regeln: Eine erste telefonische Kontaktaufnahme zu potentiellen Wechselkandidaten muss sich während der Arbeitszeit auf wenige Minuten beschränken. Inhaltlich darf sie über eine Kurzbeschreibung der zu besetzenden Stelle sowie die Erfragung grundsätzlichen Interesses nicht hinausgehen.

Die dienstliche E-Mailadresse ist für Abwerbungsversuche tabu, da eigentlicher Inhaber dieser Adresse das Konkurrenzunternehmen ist ...

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