Bibbern beim Blockbuster - Geld zurück?

Manchmal ist es ja schön, wenn man bei einem Kinobesuch Gänsehaut hat - bei einem Horrorfilm oder einer herzerwärmenden Schnulze, zum Beispiel. Wenn man aber wegen einer defekten Klimaanlage zittert, ist das weniger angenehm. Die WAZ berichtet von frierenden Kinogängern im Cinemaxx Mülheim, die sich das Ende der Vorstellung herbeigesehnt hätten, "weil die Kälte unerträglich wurde". Und von ihren vergeblichen Bemühungen, das Eintrittsgeld erstattet zu bekommen. Aber wie ist denn das eigentlich rechtlich gesehen? Gäbe es einen Anspruch auf die Rückerstattung zumindest eines Teils des Eintritts? Mir ist bislang kein derartiger Fall bekannt, der vor einem Gericht gelandet wäre. Daher einige grundsätzliche Erwägungen: Kinobetreiber und Filmfan schließen einen typengemischten Vertrag ab: Filmvorführung als Werkvertrag samt Mietvertrag über einen Sitzplatz. Ein Mangel im einen Vertragsteil (hier: der Kinosessel ist nicht wohl genug temperiert) könnte sich dann auf den Gesamtvertrag auswirken, wobei sich Leistungsstörungen nach dem Recht des Vertragstyps richten, dem die Störung zuzurechnen ist. 20 bis 22 Grad Celsius sollte die Umgebungstemperatur schon erreichen, wie z.B. der Mieterbund - jedenfalls für gemieteten Wohnraum - mitteilt. Derartige Temperaturen wird man auch beim Kinobesuch fordern können. Und wenn es stimmt, was der Geschäftsführer des Cinemaxx Mülheim sagt, nämlich dass die Temperatur bei 21 Grad gelegen habe, dann läge gar kein Mangel vor ...Zum vollständigen Artikel


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