Alkoholbedingte Bewusstseinsstörung

Das Oberlandesgericht (OLG) Köln hat mit Urteil vom 28. September 2012 entschieden (Az.: 20 U 107/12), dass sich ein privater Unfallversicherer nach einem Unfall auf Leistungsfreiheit wegen Bewusstseinsstörung berufen kann, wenn sich ein Fußgänger nach dem Genuss von Alkohol als verkehrsuntüchtig erweist.

Bei Dunkelheit wollte eine Frau und spätere Klägerin eine Landstraße überqueren, als sie gegen 18 Uhr von einem herannahenden Auto erfasst und schwer verletzt wurde. Bei einer gegen 20.15 Uhr im Krankenhaus durchgeführten Blutuntersuchung wurde eine Blutalkohol-Konzentration von fast zwei Promille festgestellt.

Der private Unfallversicherer der Klägerin lehnte es mit Hinweis darauf ab, dass der Unfall auf eine nicht versicherte, alkoholbedingte Bewusstseinsstörung zurückzuführen sei, ihr für den Unfall Versicherungsschutz zu gewähren.

In der Klageschrift trug die Frau vor, dass die Blutalkohol-Konzentration zum Zeitpunkt des Unfalls deutlich geringer gewesen sein müsse, da sie kurz vor dem Unfall in Form eines Sturztrunks eine ganze Flasche Wein geleert habe. Somit könne sich der Versicherer nicht auf Leistungsfreiheit wegen einer Bewusstseinsstörung berufen.

Die OLG-Richter konnten sich dem nicht anschließen und wiesen die Klage der Versicherten als unbegründet zurück ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK