Umsatzsteuer für die “Diner-Show”

Die Kombination von künstlerischen und kulinarischen Elementen in Form einer “Dinner-Show” kann eine komplexe Leistung sein, die dem Regelsteuersatz unterliegt. Allein der Umstand, dass beide Bestandteile im Wirtschaftsleben auch getrennt erbracht werden, rechtfertigt keine Aufspaltung des Vorgangs, wenn es dem durchschnittlichen Besucher der “Dinner-Show” um die Verbindung beider Elemente geht.

Die im Rahmen der “Dinner-Show” erbrachten künstlerischen Leistungen unterliegen nicht als selbständige Leistungen gemäß § 12 Abs. 2 Nr. 7 Buchst. a UStG dem ermäßigten Steuersatz. Die Unternehmerin erbrachte mit der Veranstaltung der “Dinner-Shows” vielmerh eine einheitliche, insgesamt dem Regelsteuersatz unterfallende sonstige Leistung.

Nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union, der sich der Bundesfinanzhof angeschlossen hat, gelten für die Frage, ob mehrere Tätigkeiten steuerrechtlich zu nur einem Umsatz oder mehreren eigenständigen Umsätzen führen, folgende Grundsätze:

Zunächst ist in der Regel jede Lieferung oder Dienstleistung als eigene, selbständige Leistung zu betrachten. Bei einem Umsatz, der ein Bündel von Einzelleistungen und Handlungen umfasst, ist aber im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zu bestimmen, ob zwei oder mehr getrennte Umsätze vorliegen oder ein einheitlicher Umsatz. Dabei sind unter Berücksichtigung eines Durchschnittsverbrauchers die charakteristischen Merkmale des Umsatzes zu ermitteln. Insoweit darf einerseits eine wirtschaftlich einheitliche Leistung nicht künstlich aufgespalten werden. Andererseits sind mehrere formal getrennt erbrachte Einzelumsätze als einheitlicher Umsatz anzusehen, wenn sie nicht selbständig sind.

Einen einheitlichen Umsatz hat der Gerichtshof der Europäischen Union für zwei Fallgruppen bejaht ...

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