BSG: Zur Gleichbehandlung bei beinprothetischer Versorgung für Freizeitsport

In einem Verfahren gegen die DAK-Gesundheit wird beim Bundessozialgericht in den kommenden Tagen zum Umfang der beinprothetischen Versorgung unter dem Aspekt der klägerischen Rüge fehlender Gleichbehandlung zu entscheiden sein.

Der im Jahre 1978 geborene Kläger erlitt 2003 bei einem Verkehrsunfall schwere Verletzungen; Komplikationen im Heilungsverlauf führten schließlich zur Amputation des rechten Unterschenkels.

Die Beklagte hat ihn mit einer Modular-Unterschenkelprothese aus Gießharz mit Carbonfederfuß sowie mit einer wasserfesten Prothese für die Bewegung im Nassbereich ausgestattet.

Der Kläger ist vollschichtig berufstätig und verbringt seine Freizeit vornehmlich mit sportlichen Aktivitäten. Er geht regelmäßig zum Schwimmen und in ein Fitnessstudio, hält sich ferner mit Radfahren, Wandern und Tischtennis fit und nimmt jeden Mittwoch in einer Behindertensportgruppe am Sitzballspiel teil.

Im April 2009 beantragte der Kläger die zusätzliche Versorgung mit einer Unterschenkel-Sportprothese mit Oberschenkelhülse in Silikonschafttechnik (Kostenvoranschlag 11 450,96 Euro) zur Teilnahme an den diversen Freizeit- und Sportaktivitäten. Er gab an, die derzeit vorhandene Prothese sei für den Sport weder vorgesehen noch auf Dauer geeignet. Insbesondere für den von ihm auch schon vor dem Unfall bevorzugten Badmintonsport sei die Sportprothese erforderlich, weil sie über einen rückfedernden Spezialfuß nebst Seitenfeder verfüge und ihm auf diese Weise die sporttypisch besonders schnellen und kraftvollen Sprünge ermögliche.

Die Beklagte lehnte den Sachleistungsantrag ab, weil die Sportprothese für den Behinderungsausgleich nicht erforderlich sei ...

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