Der Wert der Freiheit: 12 Millionen Euro Entschädigung für knapp 2 Jahre Haft

Handschellen, Quelle: Wikimedia Commons

Die Haftentschädigung für zu Unrecht erlittenene Untersuchungshaft beträgt in Deutschland nach § 7 StrEG satte 25 Euro pro Tag, das sind 9.125 Euro jährlich. Mehr ist die Freiheit dem Gesetzgeber nicht wert, auch wenn vielleicht ein ganzes Leben und das der Familienangehörigen durch staatliche Willkür oder “Irrtum” zerstört worden ist. Ganz anders sieht das in den USA aus, deren Gerichte zwar – was Willkürentscheidungen anbetrifft – auch nicht immer als Hort der Rechtsstaatlichkeit in Erscheinung treten, aber im Falle des Nachweises von unrechtmäßiger Freiheitsberaubung durch den Staat deutlich höhere Entschädigungen zubilligen.

Ziemlich rekordverdächtig ist eine Haftentschädigung, die jetzt ein Gericht in Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico dem 59-jährigen Stephen Slevin zugesprochen hat. Laut spiegel-online war der Mann im August 2005 von der Polizei in Dona Ana County angehalten worden, weil er betrunken Auto gefahren war. Das Auto war nicht seines, sondern gehörte einem Freund, was Slevin gegenüber den Polizisten auch beteuerte. Die interessierte das offensichtlich nicht besonders, sie sperrten den Mann mal eben in eine Zelle und “vergaßen” dann offensichtlich, ihn vor Gericht zu stellen oder freizulassen ...

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