Bildabmahnungen, Waldorf Frommer, das Interview und der Weg des Frühstücks

Gut, dass ich schon vor einer Weile gegessen habe und erst jetzt das Interview mit Rechtsanwalt Marc Hügel von der Kanzlei Waldorf Frommer im Handbuch der Bildagenturen 2013 der BVPA gelesen habe. Ich weiß nicht welchen Weg das schöne Frühstück sonst genommen hätte. Zunächst und klarstellend: Die Geltendmachung von Urheber zustehenden Rechten gegenüber Verletzern dieser Rechte ist nicht zu beanstanden. Die Notwendigkeit der anwaltlichen Verfolgung von Urheberrechtsverstößen liegt klar auf der Hand. Der Kollege eiert aber rum was das Zeug hält um nur keine Zahlen nennen zu müssen. Er spricht aber immerhin von mehreren Tausend Verstößen im Jahr gegen das Urheberrecht im Bildbereich, welche allein die Kanzlei Waldorf Frommer zu behandeln hat. Soweit so schlecht, dann kommt in der Bereich des Interviews der sich wohl eher im Bereich der Fabeln und Märchen abspielt. Zunächst berichtet der Kollege, dass ihm kostenpflichtige Abmahnungen von privaten Nutzungen nur aus Berichten bekannt seien, seine Kanzlei derartige Verfahren in den letzen Jahren nicht geführt hätte. Aha, komisch. Wer entscheidet denn im Hause Waldorf Frommer was privat und was gewerblich ist? Anscheinend nicht Kollege Hügel. Aber die dann folgenden Aussagen erinnern mich an einen bekannten Baron, ja genau, der mit dem Flug auf der Kanonenkugel oder dem Pferd, welches er am eigenen Schweif aus dem Sumpf gezogen haben will. Da steht doch tatsächlich: „ Unseren Mandanten ist es wichtig, die Verhältnismäßigkeit eines rechtlich möglichen Vorgehens stets im Auge zu behalten.“ In den mir vorliegenden Abmahnungengerade der Kanzlei Waldorf Frommer habe ich spätestens bei dem zweiten Schreiben der Kanzlei das Gefühl, dass denen weder der Begriff Verhältnismäßigkeit bekannt, noch das rechtlich mögliche Vorgehen gewollt wird ...Zum vollständigen Artikel


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